Wer in Schleswig-Holstein ein Unternehmen führt oder im B2B-Bereich neue Kunden gewinnen möchte, kennt das Dilemma: Man ist auf LinkedIn präsent, hat ein ordentliches Profil, postet gelegentlich etwas, und trotzdem bleibt der erhoffte Effekt aus. Keine Anfragen, keine relevanten Kontakte, kein greifbares Ergebnis. Die Investition in Zeit und Energie steht in keinem Verhältnis zum Ertrag.
Was viele dabei unterschätzen: LinkedIn hat sich fundamental verändert. Die Plattform, die lange als digitaler Lebenslauf belächelt wurde, ist inzwischen zu einer der mächtigsten Vertrauensmaschinen im B2B-Marketing geworden. Und das zentrale Zahnrad dieser Maschine ist nicht der nächste virale Post, nicht das perfekte Profilbild, nicht einmal der LinkedIn-Premium-Account. Es sind die Empfehlungen. Jene kurzen Texte, die Kollegen, Kunden und Partner auf dem Profil hinterlassen. Scheinbar unspektakulär. Tatsächlich geschäftsentscheidend.
Dieser Artikel erklärt, warum LinkedIn Empfehlungen in 2026 wichtiger sind denn je, was sich auf der Plattform konkret verändert hat, und wie du aus einem passiven Profil eine aktive Akquisemaschine machst.
Die Zahlen hinter LinkedIn: Was viele noch unterschätzen
Bevor es ins Detail geht, lohnt sich ein Blick auf das aktuelle Gewicht der Plattform. LinkedIn hat inzwischen 1,2 Milliarden registrierte Mitglieder weltweit, mit rund 310 Millionen monatlich aktiven Nutzern. Das klingt nach einer weiteren großen Zahl in einer Welt voller großer Zahlen. Was sie bedeutet, wird klarer, wenn man sie in Kontext setzt.
80 Prozent aller B2B-Leads aus sozialen Medien werden über LinkedIn generiert. Nicht über Facebook, nicht über Instagram, nicht über X. LinkedIn. Das ist keine marginale Überlegenheit, das ist eine strukturelle Dominanz. Wer im B2B-Bereich über Social Media Kunden gewinnen will, kommt an dieser Plattform schlicht nicht vorbei.
Für das Jahr 2026 prognostiziert WARC, dass LinkedIns Werbeeinnahmen auf 9,7 Milliarden US-Dollar steigen werden, ein Plus von rund 18,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum kommt nicht von irgendwo. Es kommt davon, dass die Plattform funktioniert. Investoren, Entscheider, Einkäufer und Dienstleister verbringen hier Zeit und treffen echte Entscheidungen.
Was wir in der Praxis immer wieder beobachten: Unternehmen, die LinkedIn als reinen Broadcast-Kanal verstehen („Wir verkünden Neuigkeiten“), bleiben weit unter ihrem Potenzial. Jene, die die Plattformlogik verstehen und Vertrauen aktiv aufbauen, sehen deutlich messbare Ergebnisse. Der Unterschied liegt nicht im Budget oder in der Follower-Zahl. Er liegt im Verständnis dafür, was LinkedIn heute wirklich belohnt.
Vertrauen ist die neue Währung: Was LinkedIns eigene Daten zeigen
In der täglichen Arbeit mit B2B-Projekten ist eine Erkenntnis besonders auffällig, die durch Zahlen bestätigt wird, die LinkedIn selbst veröffentlicht hat.
Laut dem B2B Marketing Benchmark 2025, den LinkedIn gemeinsam mit führenden Marketingforschern erstellt hat, geben 94 Prozent der befragten B2B-Marketer an, dass Vertrauen der entscheidende Erfolgsfaktor im B2B-Marketing sei. Nicht Reichweite. Nicht Budget. Nicht Technologie. Vertrauen.
Diese Zahl ist deshalb so bedeutsam, weil sie nicht aus einem akademischen Elfenbeinturm stammt, sondern aus der realen Arbeit von Marketingverantwortlichen, die täglich damit kämpfen, qualifizierte Leads zu generieren, Budgets zu rechtfertigen und in einem übersättigten digitalen Umfeld Gehör zu finden.
Was baut Vertrauen im digitalen B2B-Raum auf? Wer ehrlich analysiert, was potenzielle Kunden tun, bevor sie Kontakt aufnehmen, sieht ein klares Muster. Sie besuchen das Profil. Sie lesen den bisherigen Content. Sie schauen, ob andere Menschen, denen sie vertrauen, diesen Kontakt kennen oder empfehlen. Und sie lesen Empfehlungen.
Drei bis fünf strategisch platzierte, gut geschriebene Empfehlungen auf einem LinkedIn-Profil erhöhen die Conversion-Rate bei Kaltkontakten messbar. Das ist keine weiche Annahme, das ist eine beobachtbare Realität, die in Projekten immer wieder bestätigt wird. Ein Profil ohne Empfehlungen signalisiert: „Niemand bürgt für mich.“ Ein Profil mit starken Empfehlungen signalisiert: „Andere haben es ausprobiert und bestätigt.“ Im B2B-Bereich, wo Kaufentscheidungen komplex, risikoreich und oft konsensbasiert sind, ist dieser Unterschied enorm.
Was LinkedIn wirklich geändert hat: Der Schritt zur Vertrauensökonomie
Hier wird es interessant. Denn LinkedIn hat die Bedeutung von Empfehlungen in den letzten zwei Jahren nicht nur belassen, sondern aktiv ausgebaut und neu eingebettet. Der Wandel ist tiefer als die meisten wahrnehmen.
Das Ende des Lebenslauf-Archivs
LinkedIn war lange ein passives Archiv. Man pflegte das Profil, vernetzte sich, und wartete. Die Plattform hat dieses Modell aktiv hinter sich gelassen. Was heute entsteht, ist ein Commerce-Layer, ein vollständiger Transaktionsraum, in dem aus Vertrauen direktes Geschäft wird.
Das auffälligste Beispiel dafür ist der neue „Get advice from me“-Button, den LinkedIn Premium Business Abonnenten auf ihrem Profil einbinden können. Die Funktionsweise ist so einfach wie revolutionär: Ein Profilbesucher sieht den Button, klickt ihn, sieht das spezifische Beratungsangebot inklusive Preis und Umfang, bucht einen Termin, bezahlt und nimmt an einem Videogespräch teil, alles innerhalb der LinkedIn-Plattform, ohne einen einzigen externen Link.
Für Berater, Coaches, Dienstleister und Experten ist das ein Paradigmenwechsel. Der Weg vom ersten Profilbesuch zur bezahlten Transaktion war noch nie so kurz. Und was ist der entscheidende Enabler für diesen Schritt? Empfehlungen. Denn welcher Profilbesucher bucht eine kostenpflichtige Beratung bei jemandem, dessen Profil keine einzige externe Bestätigung zeigt?
360Brew: Die KI, die semantisch denkt
Parallel dazu hat LinkedIn sein gesamtes Content-Ranking-System ersetzt. Das neue Modell heißt 360Brew. Und es verändert, was auf der Plattform sichtbar wird und was nicht.
360Brew bewertet Inhalte nicht mehr primär nach Engagement-Metriken wie Likes und Klicks. Das Modell verwendet semantisches Reasoning, es versteht, worum es in einem Post wirklich geht, wer ihn schreibt, wie glaubwürdig diese Person in diesem Themenbereich ist, und wie relevant der Inhalt für den jeweiligen Leser ist. Kurzgesagt: LinkedIn belohnt Expertise und Authentizität stärker als je zuvor.
Was bedeutet das für Empfehlungen? In der Praxis zeigt sich ein direkter Zusammenhang: Wer als Autorität in einem bestimmten Themenfeld wahrgenommen wird, wessen Empfehlungen von anderen als wertvoll eingestuft werden, wessen Profil externe Bestätigungen aufweist, dem gibt der Algorithmus mehr Sichtbarkeit. Empfehlungen werden so zu einem indirekten Ranking-Signal.
Die Anatomie einer guten LinkedIn-Empfehlung
Viele, die Empfehlungen haben, unterschätzen deren strategischen Einsatz. Erfahrungsgemäß gilt: Die meisten Empfehlungen, die auf LinkedIn zu finden sind, verschwenden ihr Potenzial. Sie sind entweder zu vage („Tolle Zusammenarbeit, sehr empfehlenswert!“), zu technisch und trocken, oder sie beschreiben die Vergangenheit ohne jede Relevanz für zukünftige Kunden.
Was eine Empfehlung leisten muss
Eine wirkungsvolle LinkedIn-Empfehlung erfüllt drei Funktionen gleichzeitig.
Erstens beschreibt sie ein konkretes Problem, das gelöst wurde. Nicht „war immer erreichbar“, sondern „hat uns dabei geholfen, unsere Google-Ads-Kosten um 40 Prozent zu senken, während der ROAS um das Zweieinhalbfache gestiegen ist.“ Zahlen schaffen Relevanz. Konkretheit schafft Vertrauen.
Zweitens spiegelt sie die Perspektive des nächsten Kunden. Wer liest die Empfehlung? Jemand, der ein ähnliches Problem hat wie der Empfehlungsgeber. Eine gute Empfehlung ist so geschrieben, dass der nächste Leser sich selbst darin wiederfindet.
Drittens bestätigt sie eine spezifische Expertise, nicht eine allgemeine Nettigkeit. „Beherrscht LinkedIn-Algorithmen und weiß, wie man daraus messbare Leads generiert“ ist eine andere Aussage als „angenehme Zusammenarbeit, kommunikativ“.
Wie man zu starken Empfehlungen kommt
Hier ist die unangenehmste Wahrheit dieses Artikels: Gute Empfehlungen kommen nicht von alleine. Sie entstehen, weil jemand aktiv darum bittet, und zwar mit einem klaren Brief, der dem Empfehlungsgeber erklärt, worauf es ankommt.
In der Praxis funktioniert folgendes System: Man identifiziert die drei bis fünf Kunden oder Kollegen, die die Zusammenarbeit am besten aus Sicht des nächsten Interessenten beschreiben können. Man schreibt ihnen eine kurze, persönliche Nachricht mit drei bis vier Stichpunkten, die beschreiben, worüber sie sprechen könnten: das spezifische Problem, das Ergebnis, ein besonderer Aspekt der Zusammenarbeit. Man gibt ihnen damit eine Vorlage, ohne ihnen die Worte in den Mund zu legen.
Die Rücklaufquote ist überraschend hoch. Die meisten Menschen helfen gerne, wenn man es ihnen leicht macht. Was wir beobachten: Wer aktiv um Empfehlungen bittet, hat nach drei bis vier Wochen ein deutlich stärkeres Profil als vorher, ohne einen einzigen Post mehr geschrieben zu haben.
Empfehlungen und Content: Die verstärkte Kombination
Empfehlungen sind nicht isoliert zu betrachten. Sie entfalten ihre Wirkung, wenn sie Teil einer durchdachten LinkedIn-Strategie sind. Und die stärkste Kombination lautet: regelmäßiger, authentischer Content plus ein Profil, das durch Empfehlungen verifizierte Expertise zeigt.
Was 2026 auf LinkedIn wirklich funktioniert
LinkedIn hat in Bezug auf Content-Performance klare Daten veröffentlicht. Dokument-Posts, also PDF-Karusselle, erzielen eine durchschnittliche Engagement-Rate von 6,60 Prozent, der höchste Wert aller Formate auf der Plattform. Kurze vertikale Videos im 9:16-Format haben die höchste organische Reichweite. Und Unternehmen, die viermal pro Woche posten, sehen ein zweifaches Engagement-Wachstum. Wenn dazu noch Mitarbeiter aktiv beteiligt werden, sprich wenn sie Posts kommentieren, teilen oder eigene Perspektiven beitragen, steigt dieser Effekt auf das Fünffache.
Interessant ist dabei: Qualität schlägt Quantität. 360Brew versteht, ob ein Post tatsächlich Expertise vermittelt oder ob er Engagement um des Engagements willen erzeugt. Clickbait und leere Motivation-Posts verlieren an Sichtbarkeit. Tiefgehende Einblicke, konkrete Lösungen und authentische Perspektiven gewinnen.
Die Kombi aus Empfehlung und Content in der Praxis
Wer beides richtig einsetzt, beobachtet einen sich selbst verstärkenden Mechanismus. Starke Empfehlungen erhöhen die Glaubwürdigkeit des Profils. Ein glaubwürdiges Profil zieht mehr Profilbesuche an. Mehr Profilbesuche erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Content als relevant eingestuft wird. Relevanter Content erzeugt neue Verbindungen. Neue Verbindungen bedeuten neue potenzielle Empfehlungsgeber.
Dieses Flywheel läuft nicht von heute auf morgen. Aber wer konsequent darin investiert, sieht nach drei bis sechs Monaten einen deutlich anderen LinkedIn-Output als zuvor.
Der lokale Blick: LinkedIn im echten Norden
Für Unternehmen in Schleswig-Holstein ist LinkedIn kein abstraktes Thema aus dem Silicon Valley. Die IHK Schleswig-Holstein bietet aktiv Webinar-Reihen an, in denen LinkedIn speziell für den B2B-Einsatz im norddeutschen Unternehmensumfeld erklärt wird. Themen wie Mitarbeitergewinnung über LinkedIn oder der strategische Einsatz der Plattform für KMU stehen dabei im Vordergrund.
Das zeigt: Der Bedarf ist real. Handwerks- und Industrieunternehmen aus Kiel, Lübeck oder Flensburg, die sich bislang auf klassische Kanäle verlassen haben, entdecken LinkedIn zunehmend als ernstzunehmenden Business-Kanal. Nicht weil es ein Trend ist, sondern weil ihre Zielgruppen, Einkäufer, Entscheider, potenzielle Kooperationspartner, dort tatsächlich erreichbar sind.
Erfahrungsgemäß gilt für den norddeutschen Mittelstand: Der Start auf LinkedIn fühlt sich oft fremd an. Die Branche ist nicht gewohnt, sich öffentlich zu positionieren. Empfehlungen können hier besonders wertvoll sein, denn sie erlauben anderen zu sprechen, wo man selbst noch zögert, zu schreiben. Sie sind sozusagen die diskreteren Cousins der öffentlichen Werbung und für eher zurückhaltende B2B-Kulturen der ideale Einstieg in den Aufbau digitaler Glaubwürdigkeit.
Social Selling ohne Empfehlungen funktioniert nicht mehr
Social Selling, das gezielte Aufbauen von Beziehungen auf LinkedIn mit dem Ziel, Geschäfte anzubahnen, ist kein neues Konzept. Aber es hat sich verändert.
Früher reichte es, aktiv zu vernetzten, In-Mails zu schreiben und ab und zu zu kommentieren. Personalisierte LinkedIn-Nachrichten erzielen noch immer dreifach höhere Antwortquoten als E-Mails, das gilt nach wie vor. Was sich verändert hat: Der Zeitpunkt, zu dem potenzielle Kunden ein Profil ernsthaft prüfen, kommt früher. Bevor jemand auf eine Nachricht antwortet, schaut er heute erst auf das Profil. Und was er dort sieht, entscheidet über die Reaktion.
Ein Profil ohne Empfehlungen signalisiert im schlimmsten Fall: Hier hat noch niemand investiert. In einer Plattform, in der 4 von 5 Mitgliedern nach eigenen Angaben Geschäftsentscheidungen treffen oder beeinflussen, ist das eine schlechte Ausgangsposition.
Wer Social Selling auf LinkedIn betreibt, ohne das Profil empfehlungsstark aufzubauen, investiert ins Verkaufsgespräch, ohne die Grundlage für das nötige Vertrauen gelegt zu haben. Das ist, als würde man in ein Bewerbungsgespräch gehen und auf Referenzen ganz verzichten.
Schritt für Schritt: So integrierst du Empfehlungen in deine LinkedIn-Strategie
Der Aufbau einer wirkungsvollen Empfehlungsstrategie ist keine Sisyphusarbeit, wenn man strukturiert vorgeht.
Der erste Schritt ist die Bestandsaufnahme. Wie viele Empfehlungen hast du aktuell? Von wem stammen sie? Beschreiben sie deine aktuelle Expertise oder eine Version von dir, die vor fünf Jahren relevant war? Empfehlungen veralten, auch wenn sie nicht gelöscht werden. Niemand löscht sie manuell, aber ihre Relevanz schwindet.
Der zweite Schritt ist die Identifikation. Welche drei bis fünf Menschen könnten heute, basierend auf ihrer Erfahrung mit dir, die überzeugendste Empfehlung für deinen nächsten Wunschkunden schreiben? Das müssen nicht die engsten Vertrauten sein. Manchmal sind es Kunden aus Projekten, die vor einem Jahr abgeschlossen wurden und bei denen klare Ergebnisse erzielt wurden.
Der dritte Schritt ist die Anfrage. Sie sollte persönlich, spezifisch und dem Empfehlungsgeber gegenüber respektvoll sein. Kein „Würdest du mir eine Empfehlung schreiben?“ ohne Kontext. Sondern: „Ich erinnere mich, dass wir gemeinsam [konkretes Ergebnis] erzielt haben. Wenn du die Zeit hast, würde ich mich sehr freuen, wenn du das in einer kurzen Empfehlung beschreiben könntest. Für dich als Orientierung: Besonders hilfreich wäre es, wenn du [konkreter Aspekt] erwähnen könntest.“
Der vierte Schritt ist die Gegenseitigkeit. Wer selbst gute Empfehlungen schreibt, erhält erfahrungsgemäß häufiger welche zurück. Das ist keine transaktionale Logik, sondern Beziehungspflege. LinkedIn-Empfehlungen sind keine Einbahnstraße.
Der fünfte Schritt ist die Wiederholung. Alle sechs bis zwölf Monate lohnt es sich, den Zyklus neu zu starten. Neue Projekte. Neue Ergebnisse. Neue Stimmen.
Der neue Premium-Button und was er wirklich bedeutet
Nochmal zurück zum „Get advice from me“-Button, der derzeit für LinkedIn-Premium-Business-Abonnenten ausgerollt wird. Warum ist das mehr als ein nettes Feature?
Weil er die Plattformlogik von Grund auf verändert. Bislang war LinkedIn ein Netzwerk, in dem Sichtbarkeit der erste Schritt war, und der nächste Schritt, nämlich das eigentliche Geschäft, außerhalb der Plattform stattfand. Du wirst gesehen, du wirst kontaktiert, du klärst Details per E-Mail, du sendest einen Zahlungslink, du verschickst einen Zoom-Link.
Mit dem neuen Button wird dieser gesamte Prozess auf LinkedIn zentralisiert. Und damit wird das Vertrauen, das auf LinkedIn aufgebaut wurde, unmittelbar kommerzialisierbar. Die Empfehlung auf dem Profil ist nicht mehr nur ein Signal, sie ist der letzte Vertrauensanker vor dem Kaufklick.
Wer also heute in Empfehlungen investiert, investiert in das Fundament für ein Geschäftsmodell, das LinkedIn gerade aktiv aufbaut. Das ist keine Spekulation, das ist der klare strategische Kurs der Plattform.
Häufige Fehler, die Unternehmen beim Thema Empfehlungen machen
In der Analyse von LinkedIn-Profilen aus dem B2B-Bereich fällt immer wieder auf: Es gibt typische Fehler, die sich wiederholen.
Fehler 1: Keine Empfehlungen trotz langer Plattformnutzung. Viele Profile sind seit Jahren aktiv, haben aber null Empfehlungen. Der Grund: Niemand hat aktiv darum gebeten. Die gute Nachricht ist, dass dieser Fehler innerhalb weniger Wochen korrigiert werden kann.
Fehler 2: Alle Empfehlungen von denselben Personentypen. Wenn fünf Empfehlungen von fünf direkten Kollegen stammen, hat das eine andere Überzeugungskraft als wenn drei Kundenstimmen und zwei Partner-Empfehlungen vorhanden sind. Diversität der Empfehlungsquellen erhöht die Glaubwürdigkeit.
Fehler 3: Empfehlungen, die nicht zur aktuellen Positionierung passen. Wer heute als LinkedIn-Stratege arbeitet, aber alle Empfehlungen aus der Zeit als Grafiker stammen, sendet ein gemischtes Signal. Es ist legitim, alte Empfehlungen auszublenden, die das Profil nicht mehr optimal representieren.
Fehler 4: Keine Empfehlungen auf der Unternehmensseite. Empfehlungen sind nicht nur auf persönlichen Profilen relevant. Die LinkedIn-Company-Page hat eigene Möglichkeiten, um soziale Beweise zu integrieren. Testimonials in der Beschreibung, Referenzprojekte im Content und Mitarbeiter als authentische Markenbotschafter sind alle Teil dieses Bildes.
Fehler 5: Unterschätzung des Timings. Die beste Zeit, um eine Empfehlung anzufragen, ist direkt nach einem erfolgreichen Projektabschluss, wenn die Ergebnisse noch frisch sind und die Begeisterung des Kunden auf ihrem Höhepunkt ist. Wer sechs Monate wartet, erhält seltener eine Antwort, und wenn doch, ist sie oft weniger spezifisch.
Empfehlungen als Teil einer ganzheitlichen LinkedIn-Präsenz
Zum Abschluss des Hauptteils ein wichtiger Gedanke: Empfehlungen sind nicht das Ende der Strategie, sondern der Anfang einer Spirale.
Ein Profil mit starken Empfehlungen baut Vertrauen. Vertrauen senkt die Hürde für Erstkontakte. Mehr Erstkontakte bedeuten mehr Gespräche. Mehr Gespräche führen zu mehr Projekten. Erfolgreiche Projekte liefern neue Empfehlungsgeschichten. Und der Kreis beginnt von vorn.
Was wir beobachten, wenn Unternehmen diesen Kreislauf erst einmal in Gang gebracht haben: Der LinkedIn-Kanal entwickelt eine Eigendynamik, die sich klar von anderen Marketing-Maßnahmen unterscheidet. Nicht durch Reichweite, sondern durch Relevanz. Nicht durch Volumen, sondern durch Qualität der Kontakte.
Nach unserer Einschätzung wird dieser Effekt in den nächsten zwei bis drei Jahren noch deutlicher werden. LinkedIn baut sein Business-Commerce-Layer weiter aus. Wer jetzt mit dem systematischen Aufbau von Profil-Autorität und Empfehlungsnetzwerk beginnt, hat einen messbaren Vorsprung gegenüber jenen, die erst dann handeln, wenn es alle tun.
Dein LinkedIn-Profil fit für die Vertrauensökonomie machen
Es gibt keinen besseren Zeitpunkt als heute, um aktiv in LinkedIn Empfehlungen zu investieren. Nicht weil es ein Trend ist, der bald wieder verschwindet, sondern weil sich LinkedIn strukturell in Richtung einer Plattform entwickelt, in der Vertrauen direkt in Umsatz übersetzt wird.
Konkret heißt das für dich: Öffne dein LinkedIn-Profil. Zähle die Empfehlungen. Identifiziere die drei Menschen, die die überzeugendste Empfehlung für deinen nächsten Wunschkunden schreiben könnten. Schreib ihnen eine persönliche Nachricht. Heute.
Wenn du unsicher bist, wie du dein LinkedIn-Profil strategisch aufbauen und für B2B-Leads nutzen kannst, steht pagebotics.de als Ansprechpartner für genau diese Fragen bereit. Von der Profil-Optimierung über Content-Strategie bis zum gezielten Einsatz von Empfehlungen und neuen Premium-Features wie dem „Get advice from me“-Button zeigen wir, was für dein Unternehmen im echten Norden wirklich funktioniert.
Meld dich. Wir analysieren, was deinem LinkedIn-Profil fehlt, und machen einen Plan, der nicht auf LinkedIn-Mythen basiert, sondern auf dem, was tatsächlich Ergebnisse bringt.
FAQ: LinkedIn Empfehlungen
Bereits drei bis fünf gut geschriebene, spezifische Empfehlungen von unterschiedlichen Kontakttypen (Kunden, Partner, Kollegen) können die Conversion-Rate bei Profilbesuchern messbar erhöhen. Qualität schlägt Quantität. Eine überzeugende Empfehlung mit konkreten Ergebnissen ist wertvoller als zehn vage Texte.
Du kannst keine Empfehlungen vorgeben, aber du kannst Orientierung geben. Eine kurze Nachricht mit zwei bis drei Stichpunkten, worüber die Person schreiben könnte, hilft ihr, konkret und relevant zu werden. Das ist kein Ghostwriting, das ist respektvolle Unterstützung.
Bestätigungen sind kurze Klick-Signale für bestimmte Skills, schnell vergeben und schnell vergessen. Empfehlungen sind ausformulierte Texte, die eine echte Erfahrung beschreiben. In puncto Vertrauenswirkung sind Empfehlungen um ein Vielfaches stärker. Bestätigungen spielen vor allem eine kleine Rolle für die algorithmische Sichtbarkeit bei Suchbegriffen.
Aktuell wird der Button für LinkedIn-Premium-Business-Abonnenten ausgerollt, zunächst in den USA. LinkedIn hat angekündigt, die Funktion schrittweise auf weitere Märkte und Abonnementmodelle auszuweiten. Wer den Button nutzen kann, sollte ihn als direktes Conversion-Element verstehen, das Empfehlungen im Profil als Fundament benötigt.
Ein guter Rhythmus ist alle sechs bis zwölf Monate, idealerweise nach abgeschlossenen Projekten oder besonderen Meilensteinen. Es ist besser, gezielt und selten zu fragen als regelmäßig ohne konkreten Anlass. Potenzielle Empfehlungsgeber reagieren positiver, wenn die Anfrage einen klaren Auslöser hat.